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	<title>Kommentare zu: SNB vor einem Politikwechsel?</title>
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	<description>I don&#039;t care who writes a nation&#039;s laws if I can write its economics textbooks...</description>
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		<title>Von: Tilman Slembeck</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1377&#038;cpage=1#comment-2645</link>
		<dc:creator>Tilman Slembeck</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 10:12:26 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Was 1978 geschah&lt;/strong&gt;
als die SNB vorübergehend ein Wechselkursziel einführte, beschreibt die NZZ wie folgt:


&lt;blockquote&gt;«Doch der Druck aus der Exportwirtschaft und der Politik auf die SNB wurde durch die «extreme Aufwertung» des Frankens von 1978 enorm. Am 26. September 1978 lag der exportgewichtete Aussenwert des Frankens laut SNB-Chronik um 42% höher als ein Jahr zuvor (real betrug der Anstieg seit Mai 1977 gut 35%). Der US-Dollar war seit Anfang 1978 von 2 Fr. auf Fr. 1.45 gefallen, die D-Mark von 95 auf 75 Rp. getaucht. Der Bundesrat spielte mit dem Gedanken einer Spaltung des Devisenmarktes (grob gesagt mit einem künstlichen Wechselkurs für die Exportwirtschaft und einem Marktkurs für den Rest). 
Der Nationalbank war dies ein Greuel. Am 1. Oktober 1978 präsentierte sie die Alternative: ein offizielles Wechselkursziel, wobei die D-Mark «deutlich über 80 Rappen» liegen sollte. Dies bedeutete eine vorübergehende Abkehr von Geldmengenzielen, weil eine theoretisch unbeschränkte Bereitschaft zu Frankenverkäufen gefordert war. Im 4. Quartal 1978 kaufte die SNB US-Dollars für umgerechnet knapp 11 Mrd. Fr. (wenig im Vergleich zu den Devisenkäufen von 2009/10). 
Die Aktion wirkte: Bis Ende Jahr fiel der Franken exportgewichtet um gut 10%, und die D-Mark erholte sich auf 90 Rp. Die «Schmerzgrenze» von 80 Rp. blieb laut Beobachtern, selbst viele Jahre nachdem die SNB wieder zu Geldmengenzielen zurückgekehrt war, in den Köpfen von Marktteilnehmern haften.»&lt;/blockquote&gt;

Quelle:&lt;a href=&quot;http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wie_sich_2011_von_1978_unterscheidet_1.9078959.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt; NZZ vom 13. Januar 2011&lt;/a&gt;

Der historische Bezug wurde heute,&lt;a href=&quot;http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Wie-ein-Rezept-aus-dem-Jahr-1978-den-Franken-baendigen-koennte/story/31288109&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt; am 10.08.11 auch vom Tagesanzeiger&lt;/a&gt; aufgegriffen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was 1978 geschah</strong><br />
als die SNB vorübergehend ein Wechselkursziel einführte, beschreibt die NZZ wie folgt:</p>
<blockquote><p>«Doch der Druck aus der Exportwirtschaft und der Politik auf die SNB wurde durch die «extreme Aufwertung» des Frankens von 1978 enorm. Am 26. September 1978 lag der exportgewichtete Aussenwert des Frankens laut SNB-Chronik um 42% höher als ein Jahr zuvor (real betrug der Anstieg seit Mai 1977 gut 35%). Der US-Dollar war seit Anfang 1978 von 2 Fr. auf Fr. 1.45 gefallen, die D-Mark von 95 auf 75 Rp. getaucht. Der Bundesrat spielte mit dem Gedanken einer Spaltung des Devisenmarktes (grob gesagt mit einem künstlichen Wechselkurs für die Exportwirtschaft und einem Marktkurs für den Rest).<br />
Der Nationalbank war dies ein Greuel. Am 1. Oktober 1978 präsentierte sie die Alternative: ein offizielles Wechselkursziel, wobei die D-Mark «deutlich über 80 Rappen» liegen sollte. Dies bedeutete eine vorübergehende Abkehr von Geldmengenzielen, weil eine theoretisch unbeschränkte Bereitschaft zu Frankenverkäufen gefordert war. Im 4. Quartal 1978 kaufte die SNB US-Dollars für umgerechnet knapp 11 Mrd. Fr. (wenig im Vergleich zu den Devisenkäufen von 2009/10).<br />
Die Aktion wirkte: Bis Ende Jahr fiel der Franken exportgewichtet um gut 10%, und die D-Mark erholte sich auf 90 Rp. Die «Schmerzgrenze» von 80 Rp. blieb laut Beobachtern, selbst viele Jahre nachdem die SNB wieder zu Geldmengenzielen zurückgekehrt war, in den Köpfen von Marktteilnehmern haften.»</p></blockquote>
<p>Quelle:<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wie_sich_2011_von_1978_unterscheidet_1.9078959.html" rel="nofollow"> NZZ vom 13. Januar 2011</a></p>
<p>Der historische Bezug wurde heute,<a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Wie-ein-Rezept-aus-dem-Jahr-1978-den-Franken-baendigen-koennte/story/31288109" rel="nofollow"> am 10.08.11 auch vom Tagesanzeiger</a> aufgegriffen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Tilman Slembeck</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1377&#038;cpage=1#comment-2644</link>
		<dc:creator>Tilman Slembeck</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 10:03:01 +0000</pubDate>
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		<description>Inzwischen hat auch Kurt Schiltknecht, ehemaliger Chefökonom der SNB, die Möglichkeit eines expliziten Wechselkursziels öffentlich diskutiert; vgl. &lt;a href=&quot;http://www.videoportal.sf.tv/video?id=31b5c63a-f759-4834-95ba-57bbcae5ad13&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Beitrag in der Rundschau&lt;/a&gt;. Er berichtet von den positiven Erfahrungen, welche die Schweiz 1978 damit gemacht hat.

&lt;em&gt;Nachtrag vom 7.8.2011&lt;/em&gt;
Der Meinung, dass es eine klar zu definierende und durchzusetzende Kursgrenze braucht, sind gemäss diversen Pressemeldungen nun auch Jan-Egbert Sturm (KOF), Georg Rich (Ex SNB-Direktor), Daniel Lampart (SGB) und Hans Gersbach (ETH) --welcome to the club!

&lt;em&gt;Nachtrag vom 9.8.2011&lt;/em&gt;
Nun haben sich auch Serge Gaillard (SECO), Hans Hess (SWISSMEM) und Tobias Straumann (Uni ZH) dieser Position öffentlich angeschlossen. Sie haben heute im Club auf SF darüber diskutiert. Selbst Peter Bodenmann (alt-SP-Chef / Hotelier) ist einverstanden... jedenfalls so lange der Euro bei uns noch nicht eingeführt ist. 

&lt;em&gt;Nachtrag vom 10.8.2011&lt;/em&gt;
Das Konzept des Wechselkursziels bzw. einer Kursunteruntergrenze für den Euro hat die &lt;a href=&quot;http://www.videoportal.sf.tv/video?id=540047e9-a3e4-48b9-9cd7-4823d1b39bcf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Sendung 10vor10 heute&lt;/a&gt; diskuiert. Auch Ernst Baltensperger (Uni BE), einer meiner ehemaligen Professoren, ist davon überzeugt. Er sieht in einer allfälligen längerfristigen Inflation das kleinere Übel. -- vgl. auch Baltenspegers Beitrag in der &lt;a href=&quot;http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/wie_eine_interventionspolitik_aussehen_muesste_1.11851441.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;NZZ von heute&lt;/a&gt;.

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) hat sich ebenfalls angeschlossen:

&lt;blockquote&gt;Die KOF ist zu der Meinung gelangt, dass das wirksamste Mittel gegen die Aufwertung die Ankündigung eines unteren Wertes wäre. Diese untere Limite dürfte der Schweizer Franken gegenüber dem Euro – der für die Schweiz wichtigsten Währung – nicht unterschreiten. Dieser Wert müsste dann von der SNB – falls notwendig – rigoros verteidigt werden.&lt;/blockquote&gt;


Quelle: &lt;a href=&quot;http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2011/08/der-starke-franken-was-getan-werden-kann/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Ökonomenstimme&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen hat auch Kurt Schiltknecht, ehemaliger Chefökonom der SNB, die Möglichkeit eines expliziten Wechselkursziels öffentlich diskutiert; vgl. <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=31b5c63a-f759-4834-95ba-57bbcae5ad13" rel="nofollow">Beitrag in der Rundschau</a>. Er berichtet von den positiven Erfahrungen, welche die Schweiz 1978 damit gemacht hat.</p>
<p><em>Nachtrag vom 7.8.2011</em><br />
Der Meinung, dass es eine klar zu definierende und durchzusetzende Kursgrenze braucht, sind gemäss diversen Pressemeldungen nun auch Jan-Egbert Sturm (KOF), Georg Rich (Ex SNB-Direktor), Daniel Lampart (SGB) und Hans Gersbach (ETH) &#8211;welcome to the club!</p>
<p><em>Nachtrag vom 9.8.2011</em><br />
Nun haben sich auch Serge Gaillard (SECO), Hans Hess (SWISSMEM) und Tobias Straumann (Uni ZH) dieser Position öffentlich angeschlossen. Sie haben heute im Club auf SF darüber diskutiert. Selbst Peter Bodenmann (alt-SP-Chef / Hotelier) ist einverstanden&#8230; jedenfalls so lange der Euro bei uns noch nicht eingeführt ist. </p>
<p><em>Nachtrag vom 10.8.2011</em><br />
Das Konzept des Wechselkursziels bzw. einer Kursunteruntergrenze für den Euro hat die <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=540047e9-a3e4-48b9-9cd7-4823d1b39bcf" rel="nofollow">Sendung 10vor10 heute</a> diskuiert. Auch Ernst Baltensperger (Uni BE), einer meiner ehemaligen Professoren, ist davon überzeugt. Er sieht in einer allfälligen längerfristigen Inflation das kleinere Übel. &#8212; vgl. auch Baltenspegers Beitrag in der <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/wie_eine_interventionspolitik_aussehen_muesste_1.11851441.html" rel="nofollow">NZZ von heute</a>.</p>
<p>Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) hat sich ebenfalls angeschlossen:</p>
<blockquote><p>Die KOF ist zu der Meinung gelangt, dass das wirksamste Mittel gegen die Aufwertung die Ankündigung eines unteren Wertes wäre. Diese untere Limite dürfte der Schweizer Franken gegenüber dem Euro – der für die Schweiz wichtigsten Währung – nicht unterschreiten. Dieser Wert müsste dann von der SNB – falls notwendig – rigoros verteidigt werden.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2011/08/der-starke-franken-was-getan-werden-kann/" rel="nofollow">Ökonomenstimme</a></p>
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