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	<title>Kommentare zu: Provider of Last Discipline</title>
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	<description>I don&#039;t care who writes a nation&#039;s laws if I can write its economics textbooks...</description>
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		<title>Von: Luzi Sommer</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1600&#038;cpage=1#comment-2957</link>
		<dc:creator>Luzi Sommer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 14:45:12 +0000</pubDate>
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		<description>Guten Tag Herr Slembeck

Ein interessanter Erklärungsansatz für die lange (zu) geringen Zinsdifferenzen innerhalb der Eurozone.

Allerdings laufen die Ausführungen zu den USA im letzten Abschnitt der Begründung der irrational tiefen Zinsen zuwider. Wenn die Märkte keine implizite Garantie voraussetzen dürfen, wie sie dies in der Vergangenheit in der Eurozone getan haben, weshalb sollten die Zinsen für Staatsanleihen der USA derart tief sein? Die gleiche Frage lässt sich für Japan, einen gemessen am BIP noch grösseren Schuldner, stellen. Die Möglichkeit Staatsanleihen in einer eigenen Währung emittieren zu können scheint in diesem Zusammenhang relevant zu sein. Ebenfalls von Bedeutung dürfte die externe Verschuldung sein; die USA weisen wesentlich geringere relative Externe Nettoverbindlichkeiten auf als die Länder in der Peripherie der Eurozone, auch wenn China der grösste einzelne Gläubiger des Landes ist.

Zudem hat der Begriff POLD eine moralische Komponente, er postuliert implizit die unsichtbare Hand der (empfundenen) Gerechtigkeit. Den Finanzmärkten eine solche Funktion zu unterstellen erscheint gewagt, auch wenn sie schlussendlich der Auslöser für nötige Reformen sein mögen.

Der erhobene Mahnfinger und das Konzept von Schuld (insbesondere im fiskalischen Sinn) und Sühne mögen politisch dankbare Themen sein, führen aber zu falschen Schlüssen. Vermutlich ist dies auch der Grund für die Popolarität der expansiven Sparpolitik, obwohl deren Existenz durch aktuelle Studien widerlegt scheint. Die Ungleichgewichte in der Eurozone, welche auch in der Sicht von S&amp;P wesentliche Gründe für die Krise sind, werden so aber nicht angegangen.

Auch der vielzitierte metaphorische Gürtel, den in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht nur die Haushalte sondern auch der Staat enger zu schnallen haben, beruht auf einer moralisch motivierten Intuition. Auf den zweiten Blick ist diese Beziehung nicht so eindeutig, denn diese fiskalpolitische Reaktion kann die negativen Effekte des Nachfrageschocks verstärken. Wenn die Regierung einer Volkswirtschaft vorübergehend vermehrt ihre Kapazität zur Verschuldung zu günstigen Konditionen nutzt, kann dies den Haushalten helfen ihre Schuldenlast zu reduzieren. Evidenz für diese Theorie liefert eine neue Studie des McKinsey Global Institutes, welche zeigt, dass in den USA Fortschritte bei der Senkung der privaten Verschuldung erzielt wurden.

Reformen sind nötig, auch in den USA, eine moralisch motivierte Schuldendebatte hat aber geringe Aussichten, die Ursachen der aktuellen Krise zu identifizieren und Lösungen zu formulieren. Im Gegensatz zur Moralfrage liegen aber genau diese im Fokus der Märkte und Ihrer Teilnehmer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag Herr Slembeck</p>
<p>Ein interessanter Erklärungsansatz für die lange (zu) geringen Zinsdifferenzen innerhalb der Eurozone.</p>
<p>Allerdings laufen die Ausführungen zu den USA im letzten Abschnitt der Begründung der irrational tiefen Zinsen zuwider. Wenn die Märkte keine implizite Garantie voraussetzen dürfen, wie sie dies in der Vergangenheit in der Eurozone getan haben, weshalb sollten die Zinsen für Staatsanleihen der USA derart tief sein? Die gleiche Frage lässt sich für Japan, einen gemessen am BIP noch grösseren Schuldner, stellen. Die Möglichkeit Staatsanleihen in einer eigenen Währung emittieren zu können scheint in diesem Zusammenhang relevant zu sein. Ebenfalls von Bedeutung dürfte die externe Verschuldung sein; die USA weisen wesentlich geringere relative Externe Nettoverbindlichkeiten auf als die Länder in der Peripherie der Eurozone, auch wenn China der grösste einzelne Gläubiger des Landes ist.</p>
<p>Zudem hat der Begriff POLD eine moralische Komponente, er postuliert implizit die unsichtbare Hand der (empfundenen) Gerechtigkeit. Den Finanzmärkten eine solche Funktion zu unterstellen erscheint gewagt, auch wenn sie schlussendlich der Auslöser für nötige Reformen sein mögen.</p>
<p>Der erhobene Mahnfinger und das Konzept von Schuld (insbesondere im fiskalischen Sinn) und Sühne mögen politisch dankbare Themen sein, führen aber zu falschen Schlüssen. Vermutlich ist dies auch der Grund für die Popolarität der expansiven Sparpolitik, obwohl deren Existenz durch aktuelle Studien widerlegt scheint. Die Ungleichgewichte in der Eurozone, welche auch in der Sicht von S&amp;P wesentliche Gründe für die Krise sind, werden so aber nicht angegangen.</p>
<p>Auch der vielzitierte metaphorische Gürtel, den in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht nur die Haushalte sondern auch der Staat enger zu schnallen haben, beruht auf einer moralisch motivierten Intuition. Auf den zweiten Blick ist diese Beziehung nicht so eindeutig, denn diese fiskalpolitische Reaktion kann die negativen Effekte des Nachfrageschocks verstärken. Wenn die Regierung einer Volkswirtschaft vorübergehend vermehrt ihre Kapazität zur Verschuldung zu günstigen Konditionen nutzt, kann dies den Haushalten helfen ihre Schuldenlast zu reduzieren. Evidenz für diese Theorie liefert eine neue Studie des McKinsey Global Institutes, welche zeigt, dass in den USA Fortschritte bei der Senkung der privaten Verschuldung erzielt wurden.</p>
<p>Reformen sind nötig, auch in den USA, eine moralisch motivierte Schuldendebatte hat aber geringe Aussichten, die Ursachen der aktuellen Krise zu identifizieren und Lösungen zu formulieren. Im Gegensatz zur Moralfrage liegen aber genau diese im Fokus der Märkte und Ihrer Teilnehmer.</p>
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		<title>Von: Tilman Slembeck</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1600&#038;cpage=1#comment-2953</link>
		<dc:creator>Tilman Slembeck</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:32:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.slembeck.ch/blog/?p=1600#comment-2953</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Zehnder,

ich sollte wohl nicht zu metaphorisch argumentieren, denn das birgt die Gefahr von Missverständnissen. Mein Fehler, denn &quot;die Finanzmärkte&quot; gibt es eigentlich nicht.

Dafür gibt es zwei Problemherde, die auf dem selben Mechanismus beruhen, nämlich einem impliziten Bail-Out-Versprechen, welches falsche Anreize setzt, d.h. zu einem Moral Hazard führt.

In dem von mir diskutierten Fall haben sich gewisse Euro-Staaten auf die Rettung durch andere Staaten verlassen und sich u.a. deshalb übermässig verschuldet. -- Sie erwähnen einen anderen Fall, in welchem gewisse Investment-Banken (welche nur einen kleinen Teil des Finanzsektors ausmachen) sich auf die Rettung durch den Staat verlassen haben und deshalb zu hohe Risiken eingegangen sind. Es lohnt sich, dies zu trennen.

Im letzteren Falle haben einzelne, aber wichtige Banken zu wenig Disziplin gezeigt. Aber im ersten Fall mussten die Staaten von den Finanzmärkten diszipliniert werden -- bei Papandreou und Berlusconi hat es geklappt. Spanien hat eine neue Regierung. Portugal wackelt.
Gut möglich, dass Frankreich und die USA folgen werden.

Wichtig ist aber, dass die Bankenrettung nur einen kleinen Anteil an der Verschuldungsproblematik dieser Länder hat. Man kann wirklich nicht behaupten, dass etwa Griechenland oder Italien sich wegen der Bankenrettung  derart verschuldet hätten. Deren Haushaltsdefizite haben sich während vieler Jahre angehäuft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Zehnder,</p>
<p>ich sollte wohl nicht zu metaphorisch argumentieren, denn das birgt die Gefahr von Missverständnissen. Mein Fehler, denn &#8220;die Finanzmärkte&#8221; gibt es eigentlich nicht.</p>
<p>Dafür gibt es zwei Problemherde, die auf dem selben Mechanismus beruhen, nämlich einem impliziten Bail-Out-Versprechen, welches falsche Anreize setzt, d.h. zu einem Moral Hazard führt.</p>
<p>In dem von mir diskutierten Fall haben sich gewisse Euro-Staaten auf die Rettung durch andere Staaten verlassen und sich u.a. deshalb übermässig verschuldet. &#8212; Sie erwähnen einen anderen Fall, in welchem gewisse Investment-Banken (welche nur einen kleinen Teil des Finanzsektors ausmachen) sich auf die Rettung durch den Staat verlassen haben und deshalb zu hohe Risiken eingegangen sind. Es lohnt sich, dies zu trennen.</p>
<p>Im letzteren Falle haben einzelne, aber wichtige Banken zu wenig Disziplin gezeigt. Aber im ersten Fall mussten die Staaten von den Finanzmärkten diszipliniert werden &#8212; bei Papandreou und Berlusconi hat es geklappt. Spanien hat eine neue Regierung. Portugal wackelt.<br />
Gut möglich, dass Frankreich und die USA folgen werden.</p>
<p>Wichtig ist aber, dass die Bankenrettung nur einen kleinen Anteil an der Verschuldungsproblematik dieser Länder hat. Man kann wirklich nicht behaupten, dass etwa Griechenland oder Italien sich wegen der Bankenrettung  derart verschuldet hätten. Deren Haushaltsdefizite haben sich während vieler Jahre angehäuft.</p>
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	<item>
		<title>Von: Luc Zehnder</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1600&#038;cpage=1#comment-2952</link>
		<dc:creator>Luc Zehnder</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 15:45:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.slembeck.ch/blog/?p=1600#comment-2952</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Slembeck,

Zwar verstehe ich Ihre Begründung, trotzdem finde ich es befremdend die Finanzmärkte als „Provider of the Last Disciplin“ zu sehen. 

Wenn wir uns die letzten 4 Jahre anschauen, sehen wir klar, dass die Finanzmärkte die Politik ausgetrickst haben. Banken wurden sogenannte &quot;systemrelevante Institutionen&quot;, Sie haben also die Rolle &quot;Provider of Last Discipline&quot; für sich selbst ausgeschaltet. Dies hatte zur Folge dass die eigentlichen Probleme der Finanzbranche auf die Staaten überwälzt wurden.

Ursache-Wirkung scheint mir hier klar zu sein! 

Oder sehen Sie dies anderst?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Slembeck,</p>
<p>Zwar verstehe ich Ihre Begründung, trotzdem finde ich es befremdend die Finanzmärkte als „Provider of the Last Disciplin“ zu sehen. </p>
<p>Wenn wir uns die letzten 4 Jahre anschauen, sehen wir klar, dass die Finanzmärkte die Politik ausgetrickst haben. Banken wurden sogenannte &#8220;systemrelevante Institutionen&#8221;, Sie haben also die Rolle &#8220;Provider of Last Discipline&#8221; für sich selbst ausgeschaltet. Dies hatte zur Folge dass die eigentlichen Probleme der Finanzbranche auf die Staaten überwälzt wurden.</p>
<p>Ursache-Wirkung scheint mir hier klar zu sein! </p>
<p>Oder sehen Sie dies anderst?</p>
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	<item>
		<title>Von: Tilman Slembeck</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1600&#038;cpage=1#comment-2949</link>
		<dc:creator>Tilman Slembeck</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 22:32:35 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Zehnder

wenn sich ein privater Haushalt übermässig verschuldet oder eine Firma, dann ziehen die Banken die Notbremse, geben keine Kredite oder verlangen für zusätzliche Kredite höhere Zinsen. Das kann und darf bei Staaten nicht anders sein -- selbst wenn die Verschuldung auf &quot;demokratischen Entscheidungen&quot; beruht.

Die Finanzmärkte sind nicht die Retter, aber sie haben den undisziplinierten Regierungen endlich die rote Karte gezeigt. Damit wird allmählich ein Prozess in Richtung weniger Verschuldung eingeleitet, was die Regierungen in Griechenland, Irland, Spanien, Portugal und Italien nicht aus eigener Kraft geschafft haben. Frankreich hat soeben einen Warnschuss vor den Bug erhalten. Die USA werden folgen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Zehnder</p>
<p>wenn sich ein privater Haushalt übermässig verschuldet oder eine Firma, dann ziehen die Banken die Notbremse, geben keine Kredite oder verlangen für zusätzliche Kredite höhere Zinsen. Das kann und darf bei Staaten nicht anders sein &#8212; selbst wenn die Verschuldung auf &#8220;demokratischen Entscheidungen&#8221; beruht.</p>
<p>Die Finanzmärkte sind nicht die Retter, aber sie haben den undisziplinierten Regierungen endlich die rote Karte gezeigt. Damit wird allmählich ein Prozess in Richtung weniger Verschuldung eingeleitet, was die Regierungen in Griechenland, Irland, Spanien, Portugal und Italien nicht aus eigener Kraft geschafft haben. Frankreich hat soeben einen Warnschuss vor den Bug erhalten. Die USA werden folgen.</p>
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		<title>Von: Luc Zehnder</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1600&#038;cpage=1#comment-2946</link>
		<dc:creator>Luc Zehnder</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 21:42:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.slembeck.ch/blog/?p=1600#comment-2946</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Slembeck

Die Finanzmärkte weisen die Politiker in die Schranken? oder Die Finanzmärkte schröpfen Staaten?

Wieso gilt denn das bail-out-Versprechen nicht mehr? 

Ich denke nicht, dass es eine gewisse Schuldengrenze diesbezüglich für eine Staaten in der EU gibt. Diese Höhe ist lediglich im Vergleich zu anderen Staaten problematisch, weil es schlicht unfair ist wenn einer mehr Schulden macht als die anderen und irgendwann gerettet werden muss.  

Der Grund wieso am bail-out gezweifelt wird ist also nicht bei der Schuldenquote Griechenlands alleine zu suchen. Vielmehr geht es um die gesamt Verschuldung in der EU welche überall in den Jahren seit 2008 extrem gestiegen ist. Spanien zum Beispiel hatte 2000-2007 immer einen Überschuss. In den Jahren 2008-2010 hatte Spanien ein Defizit von 4,1 11,2 und 9,4%des BIP. Portugal hatte zwischen 2000 und 2008 ein durchschnittliches Defizit von 3.6888% des BIP. In den Jahren 2009 und 2010, ein Defizit von 11,9 und 9,2% des BIP.

Weiter sind auch die Konjunktur Erwartungen für die nächsten 2 Jahre nicht rosig. 

Italien, Spanien und Portugal kommen ebenfalls den Druck der Finanzmärkte zu spüren. Es wird einfach irgendwann zu teuer für Merkozy. Man kann einfach nicht die Hälfte retten.

Doch letztendlich sind die hohen Zinsen mit einer selbesterfüllenden Prophezeiung gleichzusetzen und machen alle Bemühungen der Politik zunichte. Die Märkte verlangen hohe Zinsen weil Sie es können. Sie sind effizient. Doch sind sie effektiv?

Ebenfalls sollte nicht vergessen werden, dass die Finanzmärkte durch schlechte Kreditvergabe in den den USA eine Hypotheken/Bankenkrise ausgelöst haben. Welche sich durch Auswirkungen auf die Realwirtschaft erheblich auf die Schuldenquoten der Staaten ausgwirkt hat. 

Die Tendenzen dass Finanzmärkte sogar Demokratische Entscheidungen kippen können erscheint mir gefährlich.

Können wir die Finanzmärkte also wirklich als Retter in der Krise betrachten? Ich glaube nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Slembeck</p>
<p>Die Finanzmärkte weisen die Politiker in die Schranken? oder Die Finanzmärkte schröpfen Staaten?</p>
<p>Wieso gilt denn das bail-out-Versprechen nicht mehr? </p>
<p>Ich denke nicht, dass es eine gewisse Schuldengrenze diesbezüglich für eine Staaten in der EU gibt. Diese Höhe ist lediglich im Vergleich zu anderen Staaten problematisch, weil es schlicht unfair ist wenn einer mehr Schulden macht als die anderen und irgendwann gerettet werden muss.  </p>
<p>Der Grund wieso am bail-out gezweifelt wird ist also nicht bei der Schuldenquote Griechenlands alleine zu suchen. Vielmehr geht es um die gesamt Verschuldung in der EU welche überall in den Jahren seit 2008 extrem gestiegen ist. Spanien zum Beispiel hatte 2000-2007 immer einen Überschuss. In den Jahren 2008-2010 hatte Spanien ein Defizit von 4,1 11,2 und 9,4%des BIP. Portugal hatte zwischen 2000 und 2008 ein durchschnittliches Defizit von 3.6888% des BIP. In den Jahren 2009 und 2010, ein Defizit von 11,9 und 9,2% des BIP.</p>
<p>Weiter sind auch die Konjunktur Erwartungen für die nächsten 2 Jahre nicht rosig. </p>
<p>Italien, Spanien und Portugal kommen ebenfalls den Druck der Finanzmärkte zu spüren. Es wird einfach irgendwann zu teuer für Merkozy. Man kann einfach nicht die Hälfte retten.</p>
<p>Doch letztendlich sind die hohen Zinsen mit einer selbesterfüllenden Prophezeiung gleichzusetzen und machen alle Bemühungen der Politik zunichte. Die Märkte verlangen hohe Zinsen weil Sie es können. Sie sind effizient. Doch sind sie effektiv?</p>
<p>Ebenfalls sollte nicht vergessen werden, dass die Finanzmärkte durch schlechte Kreditvergabe in den den USA eine Hypotheken/Bankenkrise ausgelöst haben. Welche sich durch Auswirkungen auf die Realwirtschaft erheblich auf die Schuldenquoten der Staaten ausgwirkt hat. </p>
<p>Die Tendenzen dass Finanzmärkte sogar Demokratische Entscheidungen kippen können erscheint mir gefährlich.</p>
<p>Können wir die Finanzmärkte also wirklich als Retter in der Krise betrachten? Ich glaube nicht.</p>
]]></content:encoded>
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