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	<title>Kommentare zu: Freibier für alle!</title>
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	<description>I don&#039;t care who writes a nation&#039;s laws if I can write its economics textbooks...</description>
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		<title>Von: Tilman Slembeck</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1647&#038;cpage=1#comment-2971</link>
		<dc:creator>Tilman Slembeck</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 23:29:30 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Das Schweizervolk darf stolz auf sich selbst sein.&lt;/strong&gt; 
Es hat am 11. März 12 sehr souverän abgestimmt und die Ferieninitiative mit 66.5% Nein abgelehnt. Was wohl in den meisten Ländern der Erde auf Unverständnis stösst, ist in der Schweiz möglich.

Da fragt sich nun, warum das Institut Demoscope bei seiner Umfrage &lt;em&gt;im Auftrag der Gewerkschaften&lt;/em&gt; auf ganz andere Zahlen kam. Was hätte die Demoscope-Umfrage ergeben, wenn der Auftraggeber der Arbeitgeberverband gewesen wäre?

Zu dieser Frage müsste man nun Demoscope befragen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Schweizervolk darf stolz auf sich selbst sein.</strong><br />
Es hat am 11. März 12 sehr souverän abgestimmt und die Ferieninitiative mit 66.5% Nein abgelehnt. Was wohl in den meisten Ländern der Erde auf Unverständnis stösst, ist in der Schweiz möglich.</p>
<p>Da fragt sich nun, warum das Institut Demoscope bei seiner Umfrage <em>im Auftrag der Gewerkschaften</em> auf ganz andere Zahlen kam. Was hätte die Demoscope-Umfrage ergeben, wenn der Auftraggeber der Arbeitgeberverband gewesen wäre?</p>
<p>Zu dieser Frage müsste man nun Demoscope befragen&#8230;</p>
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		<title>Von: Tilman Slembeck</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1647&#038;cpage=1#comment-2959</link>
		<dc:creator>Tilman Slembeck</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 22:23:58 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Horst,
vielen Dank für Deine vielen Fragen. Um dem Untergang Helvetiens entgegen zu wirken, hier meine Antwort.

Grundsätzlich geht es ja um die ordnungspolitische Frage, wie stark der Staat in die Tarifautonomie der Sozialpartner eingreifen soll. Soll er sich auf die Seite der Arbeit oder des Kapitals stellen? Mit welcher Begründung?

Aus ordo-liberaler Sicht trete ich für gewisse Mindeststandards ein, die von den Tarifpartnern ausgehandelt werden. Dies betrifft insbesondere Deine Fragen 2 bis 5, die sich allenfalls auf Branchenebene beantworten lassen.

Vor allem in Branchen mit vielen kleinen Betrieben (z.B. Bau, Gastgewerbe, Landwirtschaft, Reinigung, Coiffeur) sind aufgrund des geringen Organisationsgrades der Arbeitnehmenden Mindeststandards nötig, welche nicht nur die Arbeitsbedingungen (z.B. Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) betreffen, sondern auch Arbeitszeiten, Ferien und Löhne einschliessen können. In diesen Branchen gibt es ausgehandelte &lt;a href=&quot;http://www.seco.admin.ch/themen/00385/00420/00430/00431/index.html?lang=de&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Gesamtarbeitsverträge&lt;/a&gt;, die teilweise vom Bundesrat für allgemeinverbindlich erklärt worden sind (vgl. &lt;a href=&quot;http://www.seco.admin.ch/themen/00385/00420/00430/index.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;aGAV&lt;/a&gt; beim Seco, inkl. einer Liste).

Bezüglich der ersten Frage zeigt sich: In der Schweiz werden die Rahmenbedingungen auf Branchenebene ausgehandelt. Gestützt auf &lt;a href=&quot;http://www.admin.ch/ch/d/sr/c221_215_311.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;gesetzlich definierte Kriterien&lt;/a&gt;, greift der Staat seit 1957 nur selektiv ein. Das hat zu Lösungen geführt, die den jeweiligen Gegebenheiten angepasst sind. Durch dieses Vorgehen haben wir den vermutlich besten Arbeitsmarkt Europas mit tiefer Arbeitslosigkeit. Branchenübergreifende Diktate &lt;em&gt;à la francaise&lt;/em&gt; sind unnötig und führen ins Abseits - sprich zu zusätzlicher Arbeitslosigkeit.

Die Ferien-Initiative der Gewerkschaften, wie auch die Mindestlohninitiative, scheinen mir eher aus der Not geboren, wieder einmal auf politischer Ebene Flagge zeigen zu müssen. Seit Jahren leiden sie unter Mitgliederschwund...

PS: Ja, ich hätte auch gerne mehr Ferien. Ist mein Arbeitgeber unfair, wenn er mir die nicht gibt...? 
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Horst,<br />
vielen Dank für Deine vielen Fragen. Um dem Untergang Helvetiens entgegen zu wirken, hier meine Antwort.</p>
<p>Grundsätzlich geht es ja um die ordnungspolitische Frage, wie stark der Staat in die Tarifautonomie der Sozialpartner eingreifen soll. Soll er sich auf die Seite der Arbeit oder des Kapitals stellen? Mit welcher Begründung?</p>
<p>Aus ordo-liberaler Sicht trete ich für gewisse Mindeststandards ein, die von den Tarifpartnern ausgehandelt werden. Dies betrifft insbesondere Deine Fragen 2 bis 5, die sich allenfalls auf Branchenebene beantworten lassen.</p>
<p>Vor allem in Branchen mit vielen kleinen Betrieben (z.B. Bau, Gastgewerbe, Landwirtschaft, Reinigung, Coiffeur) sind aufgrund des geringen Organisationsgrades der Arbeitnehmenden Mindeststandards nötig, welche nicht nur die Arbeitsbedingungen (z.B. Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) betreffen, sondern auch Arbeitszeiten, Ferien und Löhne einschliessen können. In diesen Branchen gibt es ausgehandelte <a href="http://www.seco.admin.ch/themen/00385/00420/00430/00431/index.html?lang=de" rel="nofollow">Gesamtarbeitsverträge</a>, die teilweise vom Bundesrat für allgemeinverbindlich erklärt worden sind (vgl. <a href="http://www.seco.admin.ch/themen/00385/00420/00430/index.html" rel="nofollow">aGAV</a> beim Seco, inkl. einer Liste).</p>
<p>Bezüglich der ersten Frage zeigt sich: In der Schweiz werden die Rahmenbedingungen auf Branchenebene ausgehandelt. Gestützt auf <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/c221_215_311.html" rel="nofollow">gesetzlich definierte Kriterien</a>, greift der Staat seit 1957 nur selektiv ein. Das hat zu Lösungen geführt, die den jeweiligen Gegebenheiten angepasst sind. Durch dieses Vorgehen haben wir den vermutlich besten Arbeitsmarkt Europas mit tiefer Arbeitslosigkeit. Branchenübergreifende Diktate <em>à la francaise</em> sind unnötig und führen ins Abseits &#8211; sprich zu zusätzlicher Arbeitslosigkeit.</p>
<p>Die Ferien-Initiative der Gewerkschaften, wie auch die Mindestlohninitiative, scheinen mir eher aus der Not geboren, wieder einmal auf politischer Ebene Flagge zeigen zu müssen. Seit Jahren leiden sie unter Mitgliederschwund&#8230;</p>
<p>PS: Ja, ich hätte auch gerne mehr Ferien. Ist mein Arbeitgeber unfair, wenn er mir die nicht gibt&#8230;?</p>
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		<title>Von: Horst Bienert</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=1647&#038;cpage=1#comment-2958</link>
		<dc:creator>Horst Bienert</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 20:03:02 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Es ist der uralte Kampf der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital um die durch Wachstum geschaffenen zusätzlichen Einkommen, welche entweder in höhere Löhne und/oder mehr Freizeit oder aber in höhere Zinsen und Dividenden fliessen können.&quot;

Da stellen sich die Fragen, auf welcher Seite der Staat in diesem &quot;uralten Kampf&quot; steht, und ob Ökonomen automatisch auf der Seite des Kapitals stehen (müssen).

Ich finde z.B. den Vorstoss von Travail Suisse nicht &quot;Populismus in Reinkultur&quot;. Ein paar ernsthafte Fragen drängen sich schon auf, bevor man gleich den Untergang Helvetiens kommen sieht:

1. Sprechen all diese Argumente nicht auch schon gegen die derzeitige Regelung (vier Wochen)?
2. Wieviele Arbeitnehmer haben denn jetzt schon fünf oder sechs Wochen?
3. Wie sieht es im europäischen und internationalen Vergleich aus?
4. Wieviel Lohnerhöhung entsprechen denn die zusätzlichen Ferien?
5. Sind Ferien tatsächlich mit Lohn gleichzusetzen (weil sie den Arbeitgeber Geld kosten) oder gehören sie eher zu den Rahmenbedingungen, ähnlich wie die gesetzlichen Regelungen zu Arbeitssicherheit, Arbeitszeit/Pausen und Arbeitsrecht?

Die Argumente gegen die Initiative sind m.E. dieselben wie gegen die Fünftagewoche, gegen Feiertage, gegen Begrenzungen der Arbeitszeit.

Ausserdem hätte ich auch gerne mehr Ferien. Für mich ist das nicht nur eine Frage der ökonomischen Effizienz, sondern auch der Fairness. Warum sollte sich eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder der Erde nicht ein wenig mehr Fairness leisten?

Herzliche Grüsse

P.S. Meine Umrechnung in eine Lohnerhöhung ergibt grob gerechnet zwischen 0 und 3.5%, vermutlich 1.5% bis 2.0%. Für die meisten Unternehmen wird das dann 0.75% bis 1% der Kosten ausmachen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es ist der uralte Kampf der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital um die durch Wachstum geschaffenen zusätzlichen Einkommen, welche entweder in höhere Löhne und/oder mehr Freizeit oder aber in höhere Zinsen und Dividenden fliessen können.&#8221;</p>
<p>Da stellen sich die Fragen, auf welcher Seite der Staat in diesem &#8220;uralten Kampf&#8221; steht, und ob Ökonomen automatisch auf der Seite des Kapitals stehen (müssen).</p>
<p>Ich finde z.B. den Vorstoss von Travail Suisse nicht &#8220;Populismus in Reinkultur&#8221;. Ein paar ernsthafte Fragen drängen sich schon auf, bevor man gleich den Untergang Helvetiens kommen sieht:</p>
<p>1. Sprechen all diese Argumente nicht auch schon gegen die derzeitige Regelung (vier Wochen)?<br />
2. Wieviele Arbeitnehmer haben denn jetzt schon fünf oder sechs Wochen?<br />
3. Wie sieht es im europäischen und internationalen Vergleich aus?<br />
4. Wieviel Lohnerhöhung entsprechen denn die zusätzlichen Ferien?<br />
5. Sind Ferien tatsächlich mit Lohn gleichzusetzen (weil sie den Arbeitgeber Geld kosten) oder gehören sie eher zu den Rahmenbedingungen, ähnlich wie die gesetzlichen Regelungen zu Arbeitssicherheit, Arbeitszeit/Pausen und Arbeitsrecht?</p>
<p>Die Argumente gegen die Initiative sind m.E. dieselben wie gegen die Fünftagewoche, gegen Feiertage, gegen Begrenzungen der Arbeitszeit.</p>
<p>Ausserdem hätte ich auch gerne mehr Ferien. Für mich ist das nicht nur eine Frage der ökonomischen Effizienz, sondern auch der Fairness. Warum sollte sich eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder der Erde nicht ein wenig mehr Fairness leisten?</p>
<p>Herzliche Grüsse</p>
<p>P.S. Meine Umrechnung in eine Lohnerhöhung ergibt grob gerechnet zwischen 0 und 3.5%, vermutlich 1.5% bis 2.0%. Für die meisten Unternehmen wird das dann 0.75% bis 1% der Kosten ausmachen.</p>
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