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	<title>Kommentare zu: Medien-Hype zur Einwanderungsinitiative</title>
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	<description>I don&#039;t care who writes a nation&#039;s laws if I can write its economics textbooks...</description>
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		<title>Von: Horst Bienert</title>
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		<dc:creator>Horst Bienert</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2014 21:47:45 +0000</pubDate>
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		<description>Tja, was wäre in Deutschland das Resultat? Es kommt wohl darauf an, wie geschickt es den Initianten gelänge, Ängste und Ressentiments zu schüren und auf &quot;die Ausländer&quot; zu lenken. Grundsätzlich sprechen Umfragen dafür, dass eine deutliche Mehrheit die Niederlassungsfreiheit in EU-Europa noch immer als grosse Errungenschaft betrachtet. Ich möchte mich auch dazu zählen.
Als Deutscher in der Schweiz weiss ich wohl, dass meine Staatsbürgerschaft (die ich erst nach ca. 15 Jahren ändern kann) hier ein Handikap ist. Und ich weiss auch, dass &quot;Vorrang für Schweizer&quot; eben Benachteiligung von Ausländern bedeutet - auch für solche, die schon lange hier leben und eine neue Stelle suchen wollen oder müssen.
Zur Benachteiligung gehört auch der erschwerte Familiennachzug. Wollte ich meinen Vater oder meine Schwiegermutter im Alter zu mir nehmen, könnte das künftig am Kontingent scheitern.
Die Leserbriefspalten vieler Medien (in der Schweiz) zeigen sehr deutlich, dass eine Ausgrenzung und Ablehnung von Ausländern bei der knappen Annahme der Initative sicherlich eine (angesichts der Zahlen: entscheidende) Rolle gespielt hat, auch wenn weitere Motive im Spiel gewesen sein mögen.
Ich bin über dieses Votum und die Einstellungen, die sich darin äussern, bestürzt und traurig. Also quasi &quot;Teil des Hypes&quot;.
Freundschaftliche Grüsse

P.S. Ich finde es schade, wenn dieses Thema ganz überwiegend aus der wirtschaftlichen Perspektive (der Schweiz) betrachtet wird. Diese Kritik wendet sich natürllich nicht gegen Dich, denn das hier ist ja gerade ein Ökonomenblog. Nach meinem Eindruck schätzen viele Schweizer die Stimmung in der EU und in D übrigens zu optimistisch ein; Internet-Leserbriefe und Medien greifen dankbar jeden auf, der das okay findet oder sich nicht daran stört. Nach meiner Wahrnehmung gibt es aber ein grosses Bedürfnis, dass die EU sich nicht &quot;austricksen&quot; lässt. Die Schweiz war auch vor der Ablehnung des Steuerabkommens für mich völlig unverständlich bis zuletzt optimistisch. Auch jetzt denke ich, dass eine Vertragsänderung nach den Wünschen der Schweiz nicht &quot;drin&quot; ist, und dass am Ende der wirtschaftliche Preis hoch sein könnte. Der politische aber noch mehr, die Zahl der Verbündeten der Schweiz nimmt ab.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, was wäre in Deutschland das Resultat? Es kommt wohl darauf an, wie geschickt es den Initianten gelänge, Ängste und Ressentiments zu schüren und auf &#8220;die Ausländer&#8221; zu lenken. Grundsätzlich sprechen Umfragen dafür, dass eine deutliche Mehrheit die Niederlassungsfreiheit in EU-Europa noch immer als grosse Errungenschaft betrachtet. Ich möchte mich auch dazu zählen.<br />
Als Deutscher in der Schweiz weiss ich wohl, dass meine Staatsbürgerschaft (die ich erst nach ca. 15 Jahren ändern kann) hier ein Handikap ist. Und ich weiss auch, dass &#8220;Vorrang für Schweizer&#8221; eben Benachteiligung von Ausländern bedeutet &#8211; auch für solche, die schon lange hier leben und eine neue Stelle suchen wollen oder müssen.<br />
Zur Benachteiligung gehört auch der erschwerte Familiennachzug. Wollte ich meinen Vater oder meine Schwiegermutter im Alter zu mir nehmen, könnte das künftig am Kontingent scheitern.<br />
Die Leserbriefspalten vieler Medien (in der Schweiz) zeigen sehr deutlich, dass eine Ausgrenzung und Ablehnung von Ausländern bei der knappen Annahme der Initative sicherlich eine (angesichts der Zahlen: entscheidende) Rolle gespielt hat, auch wenn weitere Motive im Spiel gewesen sein mögen.<br />
Ich bin über dieses Votum und die Einstellungen, die sich darin äussern, bestürzt und traurig. Also quasi &#8220;Teil des Hypes&#8221;.<br />
Freundschaftliche Grüsse</p>
<p>P.S. Ich finde es schade, wenn dieses Thema ganz überwiegend aus der wirtschaftlichen Perspektive (der Schweiz) betrachtet wird. Diese Kritik wendet sich natürllich nicht gegen Dich, denn das hier ist ja gerade ein Ökonomenblog. Nach meinem Eindruck schätzen viele Schweizer die Stimmung in der EU und in D übrigens zu optimistisch ein; Internet-Leserbriefe und Medien greifen dankbar jeden auf, der das okay findet oder sich nicht daran stört. Nach meiner Wahrnehmung gibt es aber ein grosses Bedürfnis, dass die EU sich nicht &#8220;austricksen&#8221; lässt. Die Schweiz war auch vor der Ablehnung des Steuerabkommens für mich völlig unverständlich bis zuletzt optimistisch. Auch jetzt denke ich, dass eine Vertragsänderung nach den Wünschen der Schweiz nicht &#8220;drin&#8221; ist, und dass am Ende der wirtschaftliche Preis hoch sein könnte. Der politische aber noch mehr, die Zahl der Verbündeten der Schweiz nimmt ab.</p>
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