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	<title>Kommentare zu: Windmühlen im Gesundheitswesen</title>
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	<description>I don&#039;t care who writes a nation&#039;s laws if I can write its economics textbooks...</description>
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		<title>Von: D. Lehmann</title>
		<link>http://www.slembeck.ch/blog/?p=2305&#038;cpage=1#comment-3188</link>
		<dc:creator>D. Lehmann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 10:49:16 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Slembeck,

Ich kann Ihrem Blogeintrag nur zustimmen, denn er deckt sich mit meinen letzten gemachten Erfahrungen. Die Arztpraxen verkommen zu einem Termin- und Medikamentenverkaufslokal. Effizient werden die Investitionen ausgelastet, der Rechnungserstellungsprozess und das durchschleusen der Patienten wird optimiert, wie die mechanische Massenfertigung. Alles andere ist Nebensache.

Eigentlich wollte ich ja nur zwei Muttermale entfernen lassen...

Ich habe also beim Hautklempner meiner Wahl, um Audienz  ersucht. Nachdem ich die nette Empfangsdame davon überzeugen konnte, dass ich keinen Bedarf für eine Voruntersuchung habe sondern nur die Muttermale entfernt haben will, ich zusätzlich androhen musste, einen anderen Mediziner zu beauftragen, wurde meinem Ersuchen gnädiger Weise  und zu guter Letzt doch noch stattgegeben.
 
Am vereinbarten Treff- und Zeitpunkt haben sich dann alle versammelt. Ich war ein wenig irritiert, hatte ich doch nicht angenommen, soviel Publikum bei der Operation zu haben..Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich dabei um den empirischen Beweis handelte, dass sich Dienstleistungen entgegen der betriebswirtschaftlichen Lehrmeinung lagern lassen...

Ach, ja. Nachdem dann mit einem Muttermal- Spezial-Fotografie-Dings das Muttermal, welches nachher sowieso entfernt werden sollte, untersucht wurde, war das eigentliche Entfernen der zwei Muttermale nur noch Formsache. Hätten da nicht noch im Operationssaal die Überreste des Vor- Kunden rumgelegen, wäre es fast keiner Rede wert gewesen.

Nach 5 Tagen erhalte ich eine Rechnung. Von einem Labor... dass sei Standard. 

Resultat der Untersuchung: CHF 180.- Befund:  Nicht vorhanden.- Den müsse mir schon ein studierter Medizinmann verständlich machen.
Gott sei Dank, trage ich doch noch Stickereien am Körper, dann geht das zuammen in einem Aufwasch...denke ich.
Falsch gedacht, neuer Termin Stckerei weg, CHF 180 weg, kein Befund.

Nach 7 Tagen erhalte ich eine Rechnung für die Entfernung und so weiter.
Fazit: Muttermal weg, Stickerei weg, CHF xxx weg, kein Befund.

Nun, das war&#039;s. Ich entlasse meinen Hautklempner fristlos und fordere meine Patientenakte heraus.
Fazit für mich: Muttermal weg, Geld weg, Befund in Patientenakte.
Fazit für den Arzt: Patient weg.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Slembeck,</p>
<p>Ich kann Ihrem Blogeintrag nur zustimmen, denn er deckt sich mit meinen letzten gemachten Erfahrungen. Die Arztpraxen verkommen zu einem Termin- und Medikamentenverkaufslokal. Effizient werden die Investitionen ausgelastet, der Rechnungserstellungsprozess und das durchschleusen der Patienten wird optimiert, wie die mechanische Massenfertigung. Alles andere ist Nebensache.</p>
<p>Eigentlich wollte ich ja nur zwei Muttermale entfernen lassen&#8230;</p>
<p>Ich habe also beim Hautklempner meiner Wahl, um Audienz  ersucht. Nachdem ich die nette Empfangsdame davon überzeugen konnte, dass ich keinen Bedarf für eine Voruntersuchung habe sondern nur die Muttermale entfernt haben will, ich zusätzlich androhen musste, einen anderen Mediziner zu beauftragen, wurde meinem Ersuchen gnädiger Weise  und zu guter Letzt doch noch stattgegeben.</p>
<p>Am vereinbarten Treff- und Zeitpunkt haben sich dann alle versammelt. Ich war ein wenig irritiert, hatte ich doch nicht angenommen, soviel Publikum bei der Operation zu haben..Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich dabei um den empirischen Beweis handelte, dass sich Dienstleistungen entgegen der betriebswirtschaftlichen Lehrmeinung lagern lassen&#8230;</p>
<p>Ach, ja. Nachdem dann mit einem Muttermal- Spezial-Fotografie-Dings das Muttermal, welches nachher sowieso entfernt werden sollte, untersucht wurde, war das eigentliche Entfernen der zwei Muttermale nur noch Formsache. Hätten da nicht noch im Operationssaal die Überreste des Vor- Kunden rumgelegen, wäre es fast keiner Rede wert gewesen.</p>
<p>Nach 5 Tagen erhalte ich eine Rechnung. Von einem Labor&#8230; dass sei Standard. </p>
<p>Resultat der Untersuchung: CHF 180.- Befund:  Nicht vorhanden.- Den müsse mir schon ein studierter Medizinmann verständlich machen.<br />
Gott sei Dank, trage ich doch noch Stickereien am Körper, dann geht das zuammen in einem Aufwasch&#8230;denke ich.<br />
Falsch gedacht, neuer Termin Stckerei weg, CHF 180 weg, kein Befund.</p>
<p>Nach 7 Tagen erhalte ich eine Rechnung für die Entfernung und so weiter.<br />
Fazit: Muttermal weg, Stickerei weg, CHF xxx weg, kein Befund.</p>
<p>Nun, das war&#8217;s. Ich entlasse meinen Hautklempner fristlos und fordere meine Patientenakte heraus.<br />
Fazit für mich: Muttermal weg, Geld weg, Befund in Patientenakte.<br />
Fazit für den Arzt: Patient weg.</p>
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